Zehn Tipps, wie Unternehmen / Personaler/innen bessere Stellenanzeigen schreiben

Stellenausschreibung Teufelberger

Stellenausschreibung der Firma Teufelberger

Da ich zur Zeit intensiv an meinem Projekt „Stellensuche“ arbeite und dafür sehr viele Stellenanzeigen ausgewertet habe bzw. auswerte, sind mir ein paar Dinge aufgefallen. Hier meine zehn Tipps – oder auch 10 Cents (habe ich so ähnlich in letzter Zeit oft in Blogs gelesen):

  1. Geben Sie eine Höchstsumme Gehalt an, die Sie bereit sind, für die/den geeignete/n Kandidaten zu zahlen.
  2. Gewichten Sie Ihre Anforderungen nach Prioritäten und bewerten Sie sie monetär. Jede/r Bewerber/in bekommt für die Anforderungen, die sie/er (noch) nicht besitzt, den entsprechenden Wert abgezogen.
  3. So besteht von Anfang an eine Motivation, die Höchstsumme erreichen zu wollen – und das erforderliche Wissen. Das Unternehmen muss nicht krampfhaft nach jemandem suchen, der/die sofort 100 Prozent passt – und spart auf diese Weise auch Geld.
  4. Unterbreiten Sie echte Angebote und nicht Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, z.B. „gutes Betriebsklima“.
  5. Verorten Sie (solche) Selbstverständlichkeiten unter bspw. „Unser Profil als AG“ oder „Was uns ausmacht“ o.ä.
  6. Geben Sie bei Anforderungen wie SEA, SEO etc. doch mal ein paar Zielvorgaben bekannt, wie bspw: x % mehr Leadgenerierung, x % mehr Verkauf, x % mehr Sichtbarkeit. Das hilft der Kandidatin/dem Kandidaten bei der Selbsteinschätzung.
  7. Machen Sie keine Schreibfehler – das disqualifiziert Sie u.U. als guten Arbeitgeber.
  8. Achten Sie bei Ihrer Bildauswahl mehr auf Genderaspekte und Diversität, wenn Sie sich als führendes Unternehmen verkaufen.
  9. Texten Sie bewerberbezogen bzw. „leserzentriert„, anstatt „adressenabsenderfokussiert“. Wenn ich mich für ein Unternehmen interessieren/begeistern soll, möchte ich nicht einen B2B-Werbetext lesen.
  10. Mixen Sie nicht Dinge in einer Stelle, die unmöglich von einer Person erledigt werden können wie – wenn Sie qualitativ hochwertige Resultate erwarten und zeitnahe Ergebnisse. Stichwort: eierlegende Wollmilchsau. Aktuelles Beispiel

Last but not least: Was gar nicht geht, wie ich finde, ist, wenn die in der  Stellenausschreibung genannten Ansprechpartner/innen nie ansprechbar sind, weil nicht da. Wenn man auf E-Mail-Bewerbungen eine automatisierte Antwort bekommt von einer Praktikantenmailadresse mit zudem fehlerbehaftetem Inhalt. Das kann man besser machen!

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3 Antworten zu Zehn Tipps, wie Unternehmen / Personaler/innen bessere Stellenanzeigen schreiben

  1. Stefan Dowe schreibt:

    Hallo Jacqueline,

    danke für die interessanten Gedanken! Und den guten Link zu der Stellenanzeige, für die man gleichzeitig Personaler, Marketeer und erfahrener GL-Assistent sein muss:-) Ansonsten einige leicht umsetzbare Dinge wie z. B. die Gehaltsangabe. Diese wird bspw. in UK standardmässig gemacht, damit würden sich auch viele Personaler viel Arbeit sparen oder auch die Kontrolle auf Schreibfehler. Aber leider auch einige Dinge die nicht in der Macht der Personaler liegen, da sie speziell bei Konzernen oft durch die Company Policy vorgegeben sind. Trortzdem insgesamt interessante Anregungen!

  2. onlinemeier schreibt:

    Hallo Stefan,
    vielen Dank für das Feedback! Anzeigen für „eierlegende Wollmilchsäue“ habe ich schon einige gesammelt und bei Evernote abgelegt. Ein anderer Orner bei Evernote heißt: „mal anders ausgeschrieben“. Dort sammle ich Beispiele, wie man es auch machen kann. Bin gespannt, wie sich das entwickelt.

  3. Pingback: Social Recruiting Roundup #1 | EqipiaEqipia

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