Obama Superheld?

Gedanken zu einem Interview mit einem Amerikaexperten zu Barack Obama, Deutschlandradio, 29.1.2014, 12.15 Uhr, der von Barack Obama und seiner Politik enttäuscht war

Wie kann man sagen, dass man von jemandem enttäuscht ist, wenn man im gleichen Atemzug zu erkennen gibt, dass man weiß, warum die Person die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen konnte? (Weil die Politik stillsteht, weil einflussreiche Leute bestimmte Veränderungen – hin zu mehr Sozialem – blockieren, weil das Geld fehlt, weil Amerika eine schlimme Haushaltskrise hat, weil es ja nicht von einem einzigen abhängt – und sei es auch der Präsident der Vereinigten Staaten.) Er ist nun mal kein Superheld, auch wenn ihn viele so sehen wollen. Oder immer noch sehen. Darin liegt dann wohl die Ent-täuschung.

Aber was hat Obama geschafft? Was hat er verändert? Was hat er zum Positiven gewendet? Das fände ich interessant. Es wäre interessant, ihn daran zu messen. Und es wäre interessant zu sehen und zu hören, wie Obama im Ausland gesehen wird. Ob er da auch so eingeschätzt wird wie bspw. von diesem „Amerikaexperten“.

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Eine Antwort zu Obama Superheld?

  1. Berta Brahmer schreibt:

    „Aber was hat Obama geschafft? Was hat er verändert? Was hat er zum Positiven gewendet? Das fände ich interessant. Es wäre interessant, ihn daran zu messen.“
    Man könnte Ihnen antworten: Dann versuchen Sie das doch mal, aber das lasse ich lieber sein, weil:
    Das war die Argumentationslinie der Abteilung Agitation und Propaganda des ZK der SED, haben Sie von der evtl. schon mal etwas gehört? Stets wenn etwas nicht lief und Unzufriedenheit entstand, schwärmten die Agitatoren aus und diskutiereten (teilten mit), daß man sich auf das „bereits Erreichte“ zu konzentrieren habe und damit positiv zu denken habe, indem man die Gründe für den Mangel und das noch Fehlende doch berücksichtigen möge – und das soll nun auch für den selbsternannten Weltpolizisten gelten, der zuvor die Welt verrückt machte und Symphatien en mas mit „Yes, we can“ erwarb?
    Haben Sie diesen Spruch eventuell in diesem Jahr von ihm gehört?
    Z.B. in seiner Westpoint-Ermächtigungsrede vor dem künftig „zu Hause bleibendem“ Militär, das nur noch Drohnen auf seine persönliche Anweisung zum Töten von Unliebsamen in fremde Länder schickt damit keiner in der Zinkdose zurück kommen muß?

    Ein Leader of the world, der den Ost-Natoländern ein Riesengeschenk in Warschau verspricht: Rüstungsgutscheine für 1 Milliarde Dollar (die dann prommt, aus Steuergeld der USA-Bürger kommend und durch weniger Auslandskämpfe frei wurde, über diesen „Geschenkakt zur Deeskalation und Sicherung des Friedens“ an Ost-Natopartner (die „verläßlichsten in der Nato“-?) zum Kauf von Rüstungsgut in USA als verschleierte Konjunkturspritze für US-Rüstungsmonopole zurück in die – nun allerdings privaten – US-Hände geht?
    Ja haben Sie denn nicht Herrn Kissinger zu dieser Regierung Obama Gehört? Oder Herrn Altbundeskanzler Schmidt usw. usw.?
    „Alles was den nationalen Interessen der USA nützt, wird gemacht, egal wo in der Welt und ohne jemanden zu fragen“ (sinngemäß die etwas dummdreist daherkommende Selbstermächtigung aus Westpoint), mit ausdrücklichem Verweis auf Weltspionage gegen ALLE Bürger, auf Wirtschaftsspionage und Tötung ohne Gerichtszuständigkeit oder -Urteil auf Verlangen des Präsidenten überall in der Welt, auch unter inKaufnahme von Kolateralschäden durchTötung Unbeteiligter, auch Frauen und Kinder, wenn es nicht anders geht – bisher über 550 Drohnentötungen weltweit auf Obamas Befehl…

    Dieser Mann, dieser eloquente „Yes we can“ hat längst selber vergessen, was er damit gemeint hat, er hätte den Schalter umlegen können bereits mit Beginn seiner Amtszeit und sein Land und damit die US-Bürger aus dem individuellem Denksyndrom des Kalten Krieges befreien können, die anderen Teile in der Welt (einschließlich Putin) waren weitgehend bereit dazu, und nun?
    Während er von Anbeginn an vom Rest der ehemals sowjetisch beherrschten Welt verlangt, sich nur noch und aus dem Stand perfekt „demokratisch“ und höchstens als Regionalmacht zu „verhalten“, gibt er selber an Natoverbündete die Losung aus, daß z.B. Russland weiter wie die Sowjetunion zu behandeln ist ….? (Kalter Krieg als persönliche Motivierung).
    Was ist denn das für ein Amokläufer auf dem Weltspielplatz, mit diesen zugegebenen Schnüffelatitüden, die in seiner gesamten Amtszeit zwar viele zig Milliarden verschlangen (fehlten prompt bei der Gesundheitsreform) aber nicht ein einziges mal einen Terrorismus verhinderten!
    Bestes Beispiel: Angeblich wurde Obama sogar schon wieder trotz seiner zigtausendmannSchnüffelbude sogar aktuell vom Massiv-Überfall der sunnitischen Superislamisten im Irak „Überrascht“ …Wo war da seine NSA, CIA? Geschlafen, auf den Datenhaufen?
    Da gibt es noch einen „Giganten“ der Kulturpolitik, der sich zu solchen Zuständen äußerte, einer der es genauer wissen sollte und dem keinesfalls tendenziöse Betrachtung unterstellt werden kann, der sieht Obama und seine Problematik noch immer ursächlich eingebettet wie folgt:
    „„Die Logik des Kalten Krieges ist zur Logik der Zivilgesellschaft geworden und korrumpiert sie. Die Egoismus-Maschinen spielen das große Spiel längst ohne den Menschen. Der Verlierer steht von vornherein fest: wir alle“
    (das googeln Sie mal, und Sie werden staunen, auch von welcher BRisanz und Aktualität das ist)
    Man könnte auch sagen: Obama-Maschine, wäre gleichwertig.
    Das ist Obamawelt, leider, und die Eleganz des „Yes wie can“ hat darin nur kurz eine Chance gehabt, die der, der sie hätte ergreifen können, nicht ergriffen hat: Obama.

    Und diese gefährliche Situation möchten Sie übertünchen mit dem, „Was ihm gelungen ist“?
    Was bitte sollte denn das sein, das angesichts der Defizite noch diesbezüglich als „gelungen“ erwähnenswert ist?

    „Und es wäre interessant zu sehen und zu hören, wie Obama im Ausland gesehen wird. Ob er da auch so eingeschätzt wird wie bspw. von diesem “Amerikaexperten”.“ – Na, Kissinger gelesen, Schmidt gelesen, die namhaften Journalisten (nicht Journailien) in der vWelt angesehen, noch Fragen?
    Da benötigt man keinen „Amerikaexperten“ mehr, das hat sich inzwischen schon längst in den unteren Etagen und in seiner eigenen Partei herumgesprochen.
    Ich bin erstaunt, über Ihr etwas sehr spät kommendes Hifsangebot für diesen Mann, für diesen eleganten Redner, für diesen corner speaker, der es sicherlich irgendwann einmal ehrlich meinte, bis er dann sein Amt begann mit seinem öffentlichem Yale-Bruderkuß an seinen Vorgänger G.W. Bush, spätestens da war alles klar – und fast schon vorbei.

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