„Es kann nicht sein, dass…“

Mich nervt diese Einleitungsfloskel.

Manche Sachen sind aber, wie sie sind.

Wenn ich nicht will, dass etwas ist, wie es ist, muss ich es ändern.

Oder sagen, wie es denn sein soll. Und gerne auch: wie das zu bewerkstelligen ist. Also gern konstruktiv kritisieren.

„Es kann nicht sein, dass…“ bedeutet in der Regel: Mir gefällt nicht, wie etwas ist.

Aber sehr oft bedeutet es Kritik an anderen, die tatsächlich oder vermeintlich schuld sind oder verantwortlich. Es ist also im Prinzip und aus meiner Sicht billige Kritik.

Zum Beispiel ein Artikel in der Berliner Zeitung vom 1. Dezember 2016: „Tote Frau in der Wagenburg„: “ Es kann nicht sein, dass Rettungskräfte und Polizei behindert werden, wenn sie ihre Arbeit machen wollen.“

Hm, ja, aber so ist es. Unabhängig davon, ob das nun durch Schaulustige am Unfallort passiert oder dadurch, dass sich die Rettungskräfte, umringt von immer mehr Anwohnern eines autonomen Wohnprojektes, in einer „bedrohlichen Lage“ fühlten. Worauf eine behelmte Einsatztruppe anrückte, weil die Adresse ein „berüchtigter“ Ort ist ( Köpi).

Die Frage ist: warum kamen da immer mehr Bewohner? Waren sie neugierig oder waren sie besorgt, waren sie sensationslüstern oder war es eine Mischung aus allem?

Und warum fühlten sich die Rettungskräfte bedroht? Vielleicht einfach deshalb, weil es dort „anders“ ist und der Ort unheimlich wirkt ( zumindest auf mich). Dieses Hausprojekt mit der verrußten und runtergekommenen und zugemüllten Bauruine nebenan wirkt wie eine kleine Hölle. Kann es sein (!), dass die Rettungskräfte sich vielleicht einfach gegruselt haben?

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